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Zur Verbandsgeschichte

Die Geschichte des Kreis-Chorverbandes Hunsrück begann im Oktober 1920 mit der Gründung des Hunsrücker Sängerbundes (HSB). Bereits im September trafen sich Interessenten verschiedener Gesangvereine und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu einer ersten Besprechung. Hier wurde festgelegt, dass sich die Chöre unter einem Dachverband zusammenschließen sollen. Bereits vor der Gründungsversammlung hatten sieben Vereine ihren Beitritt erklärt. Bei der Gründungsversammlung bzw. etwas später traten weitere 26 Vereine dem HSB bei, der damit aus 33 Mitgliedvereinen bestand. 1939 endete die öffentliche Tätigkeit des HSB.
Am 11.09.1949 trat in Simmern eine kleine Gruppe von Chorleitern und Vereinsvorsitzenden zusammen, um den "Sängerkreis Hunsrück" aus der Taufe zu heben. Während der Gründungsversammlung wurde beschlossen, dass alte Protokollbuch des HSB weiterzuführen. Weiterhin wird der SK Hunsrück dem am 23.01.1949 gegründeten Sängerbund Rheinland-Pfalz beitreten.


Schon am 09.07.1950 trafen sich die Hunsrücker Sängerinnen und Sänger zu einem ersten Kreissängerfest nach dem 2. Weltkrieg. In den folgenden Jahren wird die Arbeit in den Chören zielstrebig und erfolgreich fortgesetzt. Neben den regelmäßig stattfindeten Chorleiterkursen und Fortbildungsveranstaltungen wird auch das Kritik- und Leistungssingen in die Arbeit der Chöre mit einbezogen und bei zahlreichen Chorfesten praktiziert.
Am 03.11.1974 beging der SK Hunsrück sein 25jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass trafen sich 30 Chöre in der Hunsrückhalle in Simmern zu einem Jubiläumskonzert.

Der vormalige Sängerkreis Hunsrück e.V. hat sich mit Wirkung seines Sängertages im März 2005 auf Beschluss der Mitglieder und auf der Grundlage der übergeordneten Verbände in Kreis-Chorverband Hunsrück e.V. umbenannt.
Ihm gehören zum gegenwärtigen Stand 43 Vereine in 35 Orten an. Diese sind zusammengeführt in den fünf Gruppen Idar, Kastellaun, Kirchberg, Rheinböllen und Simmern. Im Einzelnen sind 14 Männerchöre, 24 Gemischte Chöre, 2 Frauenchöre, 10 Kinder- und Jugendchöre sowie eine Theatergruppe aktiv, was eine Zahl von rd. 1.450 Personen ausmacht. Hinzu kommen rd. 1500 inaktive Mitglieder.
Das allgemeine Problem des Sängerschwundes bei vielen Traditionsvereinen ist auch hier bekannt, hängt aber in dem ländlich geprägten Bereich von den innerörtlichen Strukturen ab.
Neue Wege auf leistungsbezogener Ebene gehen der „Heart-Chor“ sowie die Jugendchöre des Musikforum Kastellaun, außerdem einzelne Vereine, die durch Projekte neue Sängerinnen und Sänger dazu gewinnen konnten.
Erfolgversprechend sind auch die Bemühungen, in einigen Schulen Chormaßnahmen durchzuführen. Der Chorverband Hunsrück beabsichtigt, diese Maßnahmen fortan zu fördern. In den Jahren 2002 bis 2009 wurden insgesamt 24 "Felix" - Auszeichnungen an Kindergärten verliehen.
Der Chorverband Hunsrück organisierte im Jahr 2000 das Festival der Chormusik für den Sängerbund Rheinland-Pfalz sowie größere Kreis-Chorfeste geistlicher Art in den Jahren 2002, 2005 und 2008 sowie im Jahr 2003 ein Open-Air-Konzert auf der Burgbühne in Kastellaun, an dem heimische Chöre aller Gattungen beteiligt waren.
Große Resonanz erfuhren stets die angebotenen Stimmbildungsseminare, was als Zeichen des Interesses an Weiterbildungsmöglichkeiten der Sängerinnen und Sänger gewertet wird.
Mit Blick auf die Zukunft will der Chorverband Hunsrück sich neuen Zielen nicht verschließen.

 

Volk, vergiss nicht deine Lieder,
deine Wesensart,
deine Seele, deine Tugend
die so oft gepriesen ward!

Volk, vergiss nicht in den Liedern,
der Geschichte Glanz und Not,
deine Höhen, deine Tiefen und
das neue Morgenrot.

Lass die Schönheit deines Landes
in den Weisen widerhallen
und lass deine Melodien
zu des Schöpfers Ruhm erschallen!

Du bist reich mein Volk an Liedern,
hüte diese edle Gabe,
dass sich Herzen und Gemüt,
immer wieder daran labe.

Volk, bewahre deine Lieder,
dass ist deine Pflicht.
Gib sie deiner Jugend wieder,
und verlern' das Singen nicht!'

(Dies ist ein Lied aus der Kantate "Heimaterde - Heimatland" von Kurt Ernest. Text: Heinz Hagis)

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 08. Oktober 2011 um 15:07 Uhr